Im Januar 2026 schloss der Tanzclub Liechtenstein das Erasmus+-Projekt «Dance Fusion 2.0» erfolgreich ab. Im Mittelpunkt stand die Idee, Menschen aus verschiedenen europäischen Ländern durch Tanz miteinander zu verbinden. Junge Tänzerinnen und Tänzer sowie Tanzlehrpersonen erhielten die Möglichkeit, voneinander zu lernen, Erfahrungen auszutauschen und neue kulturelle Perspektiven kennenzulernen.

Tanz als Brücke zwischen Menschen und Kulturen

Der Tanzclub Liechtenstein initiierte das Projekt, um neue Begegnungs- und Lernräume für Tanzbegeisterte aus verschiedenen europäischen Ländern zu schaffen. Insbesondere Teilnehmende aus kleineren Gemeinschaften oder mit begrenzten finanziellen Möglichkeiten erhielten dadurch Zugang zu internationalen Erfahrungen, die ihnen sonst kaum offenstanden. 

Für die Tanzlehrpersonen bot sich zudem die Gelegenheit, sich mit Kolleginnen und Kollegen aus anderen Ländern über Unterrichtsmethoden, kreative Ansätze und praktische Erfahrungen auszutauschen. Tanz fungierte dabei als verbindende, universelle Sprache, die Selbstausdruck, Selbstvertrauen sowie den kulturübergreifenden Dialog förderte und ein inklusives Umfeld für Vielfalt und gleichberechtigte Teilnahme schuf.

Gemeinsames Lernen und europäische Werte fördern

Das Projekt verfolgte das Ziel, Tanzlehrpersonen und junge Tänzerinnen und Tänzer aus verschiedenen europäischen Ländern zusammenzubringen und Möglichkeiten für Lernen, Zusammenarbeit und interkulturellen Austausch durch Tanz zu schaffen. Die Teilnehmenden konnten ihre künstlerischen Fähigkeiten weiterentwickeln, neue Perspektiven gewinnen und wertvolle internationale Kontakte knüpfen.

Gleichzeitig standen europäische Werte wie Toleranz, Respekt und kulturelle Offenheit im Fokus. In Workshops, Diskussionen und gemeinsamen Aktivitäten setzten sich die Teilnehmenden mit kultureller Vielfalt auseinander und entwickelten ein stärkeres Bewusstsein für das Verbindende innerhalb Europas. Tanz diente dabei nicht nur als künstlerisches Ausdrucksmittel, sondern auch als Instrument zur Förderung von Selbstvertrauen, Wohlbefinden sowie körperlicher und mentaler Gesundheit.

Internationale Begegnungen und kreative Zusammenarbeit

Alle geplanten Aktivitäten wurden physisch durchgeführt, um einen intensiven zwischenmenschlichen Austausch und interkulturelles Lernen zu gewährleisten.

Das Projekt umfasste ein Reunion-Treffen in Griechenland zur Teambildung, ein Vorbereitungstreffen in Lettland zur Planung des Dance Camps, das internationale Dance Camp in Riga mit Workshops, international gemischter Gruppenarbeit und der Entwicklung von Showcases, ein Treffen zur Konzeptentwicklung und partiellen Evaluation in Österreich sowie die abschliessende Evaluation in Liechtenstein.

Ein ursprünglich anders geplanter Programmpunkt zur Konzeptentwicklung wurde aufgrund unerwarteter Herausforderungen während des Dance Camps – darunter Probleme mit der Unterkunft – nach Österreich verlegt. Dort schuf die Partnerschaft bewusst einen sicheren und unterstützenden Rahmen, um die Zusammenarbeit fortzusetzen und die gemachten Erfahrungen gemeinsam aufzuarbeiten.

Das Budget wurde gezielt in gemeinsame Erlebnisse investiert, darunter der Besuch von «Schwanensee» als künstlerische Inspiration und Anerkennung für das gesamte Team. Den Abschluss bildete das Evaluationstreffen in Liechtenstein, bei dem Reflexion und Weiterentwicklung des Tanztheater-Konzepts im Fokus standen.

Nachhaltige Wirkung über das Projekt hinaus

Das Projekt erzielte sowohl konkrete als auch immaterielle Ergebnisse. Dazu zählen Videoaufnahmen der Showcases, umfangreiche visuelle Dokumentationen aller Aktivitäten sowie ein gemeinsam erarbeitetes Konzept für eine zukünftige Tanztheaterproduktion. Darüber hinaus förderte das Projekt nachhaltig das interkulturelle Verständnis, den Aufbau neuer Freundschaften und ein starkes Gefühl europäischer Gemeinschaft. 

Die Teilnehmenden stärkten ihre tänzerischen, pädagogischen und kommunikativen Kompetenzen, entwickelten Selbstvertrauen und sammelten wertvolle Erfahrungen im non-formalen Lernen, in Teamarbeit und Co-Kreation. Umweltfreundliche Praktiken wurden durchgehend berücksichtigt und das Bewusstsein für Nachhaltigkeit geschärft. Trotz unerwarteter Herausforderungen wuchs der Zusammenhalt der Gruppe, was die Resilienz der Teilnehmenden stärkte und eine solide Basis für zukünftige Kooperationen schuf.

Organisation: Tanzclub Liechtenstein
Projektpartner: Dance Studio SPACE (Lettland), aha – Jugendinformationszentrum Vorarlberg (Österreich), Filoxenia Diapolitismiki Perivallontiki Organosi (Griechenland)
Dauer: 1. Februar 2024 bis 31. Januar 2026
Fördersumme: 60’000 €