Mit dem Erasmus+-Projekt «Urban Flow – Street Culture, Art & Dance», das im Januar 2026 erfolgreich abgeschlossen wurde, wurde jungen Menschen die Möglichkeit geboten, in die vielfältige Welt der urbanen Kunst- und Jugendkultur einzutauchen. Das Projekt brachte Jugendliche aus Liechtenstein, Estland, Spanien und Ungarn zusammen und schuf einen Raum für Kreativität, interkulturellen Austausch und persönliche Entwicklung. Dabei wurde gezeigt, wie Street Culture junge Menschen verbindet, stärkt und zur aktiven Mitgestaltung der Gemeinschaft motiviert.

Kreativität, Austausch und persönliche Entwicklung im Mittelpunkt

Das Projekt verfolgte das Ziel, junge Menschen durch urbane Kunstformen zu fördern und ihnen neue Perspektiven zu eröffnen. Die Teilnehmenden sollten ihre kreativen Fähigkeiten entdecken und weiterentwickeln sowie Selbstvertrauen in ihre eigenen Talente gewinnen. Gleichzeitig sollte der interkulturelle Austausch gestärkt und jungen Menschen die Chance gegeben werden, aktiv Verantwortung zu übernehmen und gemeinsam Ideen umzusetzen.

Darüber hinaus unterstützte das Projekt die persönliche und soziale Entwicklung der Teilnehmenden. Erfahrungen im internationalen Umfeld stärkten Kommunikationsfähigkeiten, Resilienz und Selbstbewusstsein. Langfristige Freundschaften und internationale Netzwerke sollten entstehen, die auch über die Projektdauer hinaus Bestand haben und zukünftige Kooperationen fördern.

Vielfältiges Programm mit Workshops und Gemeinschaftserlebnissen

Insgesamt nahmen 29 Jugendliche und Jugendleitende am Projekt teil. Besonderes Augenmerk wurde auf die Einbindung von Jugendlichen mit geringeren Chancen gelegt, darunter junge Menschen aus ländlichen Regionen, Jugendliche mit Migrationshintergrund sowie arbeitslose Jugendliche. Alle Angebote wurden inklusiv gestaltet und erforderten keine Vorkenntnisse.

Das Programm umfasste Workshops zu Graffiti und Street Art, Hip-Hop und Breakdance, Skateboarding, Digital Art sowie nachhaltigem Street Food. Ergänzt wurden die Aktivitäten durch Teambuilding-Aktivitäten, Icebreaker, internationale Abende sowie tägliche Reflexionsrunden in sogenannten «Family Groups». Ein gemeinsamer Ausflug in die Liechtensteiner Berge stärkte zusätzlich den Zusammenhalt innerhalb der Gruppe. Den Abschluss bildete die öffentliche «Urban Party», bei der die Teilnehmenden ihre Ergebnisse in Form von Performances, Kunstausstellungen und interaktiven Angeboten präsentierten.

Eine besondere Herausforderung war der kurzfristige Ausfall des belgischen Partnerteams. Dank einer flexiblen Anpassung konnten die verfügbaren Plätze jedoch erfolgreich auf die übrigen Partnerländer verteilt werden.

Nachhaltige Wirkung über das Projekt hinaus

Die Teilnehmenden erweiterten ihre kreativen und sozialen Kompetenzen, gewannen an Selbstvertrauen und entwickelten neue Perspektiven für ihre persönliche Zukunft. Gleichzeitig entstanden neue internationale Freundschaften und ein stärkeres Bewusstsein für Vielfalt, Toleranz und Nachhaltigkeit. Besonders für junge Menschen mit geringeren Chancen eröffnete die Teilnahme neue Perspektiven und erhöhte die Motivation für zukünftiges persönliches und berufliches Engagement.

Auch das Thema Nachhaltigkeit spielte eine wichtige Rolle. Durch die Street-Food-Workshops und die umweltbewusste Projektgestaltung entwickelten die Teilnehmenden ein grösseres Bewusstsein für ökologische Fragestellungen und nachhaltige Alltagspraktiken.

Mit der öffentlichen Urban Party wurde zudem die positive Wirkung von Street Culture sichtbar gemacht. Die Veranstaltung stärkte die Verbindung zwischen Jugendlichen und der lokalen Bevölkerung und zeigte, wie urbane Kunst zum gesellschaftlichen Zusammenhalt beitragen kann.

Organisation: Verein aha-Jugendinformation Liechtenstein
Projektpartner: AYUNTAMIENTO DE MURCIA (Spanien), MTÜ NOORTEVAHETUSE ARENGU ÜHING ESTYES (Estland), YOPA – Fiatalok az Állampolgári Részvételért Közhasznú Egyesület (Ungarn)
Dauer: 1. Juni 2025 bis 31. Januar 2026
Fördersumme: 39’724 €