Die Universität Liechtenstein hat ihr Erasmus+-Mobilitätsprojekt (KA131) aus dem Jahr 2023 im Juli 2025 erfolgreich abgeschlossen. Das Programm fördert die Mobilität von Studierenden und Hochschulpersonal innerhalb Europas sowie weltweit. Ziel ist es, internationale Lernerfahrungen zu ermöglichen, die persönliche und berufliche Entwicklung zu stärken und die strategischen Prioritäten von Erasmus+ umzusetzen: Nachhaltigkeit, Digitalisierung, Inklusion und gesellschaftliche Teilhabe. Insgesamt konnten 161 Personen an Mobilitäten teilnehmen.
Projektziele
Die Universität Liechtenstein hat sich intensiv mit den vier Erasmus+-Prioritäten auseinandergesetzt und diese hochschulweit verankert. Dazu gehörten:
- Informationsveranstaltungen zur Förderung umweltfreundlicher Reiseoptionen
- Umsetzung digitaler Learning Agreements für Incoming-Studierende
- Bewerbung von Top-Up-Beiträgen für einkommensschwache Studierende sowie Studierende mit besonderen Bedürfnissen
- Vergabe von Stipendien für weltweite Aufenthalte und verstärkte Bewerbung von «Blended Intensive Programmes» (BIPs)
Durchführung und Ergebnisse
Studierendenmobilität: 73 Studienaufenthalte wurden realisiert – beispielsweise von Island über Tschechien bis Italien sowie durch das internationale Budget auch in Australien, Südkorea, Vietnam, Japan und Taiwan. Zusätzlich wurden in drei beantragten BIPs 67 Kurzzeitmobilitäten gefördert.
Praktikantenmobilität: Vier Praktika führten nach Deutschland, Österreich und Spanien.
Personalmobilität: 34 Mitarbeitende nahmen an Auslandsaufenthalten teil – für Jobshadowings, Workshops, Trainings oder Sprachkurse. Acht Doktorierende nutzten die Mobilität zur Forschung und Weiterbildung. Neun Teilnehmende reisten mit umweltfreundlichen Verkehrsmitteln.
Dozierendenmobilität: Sechs Aufenthalte fanden in Rumänien, Belgien, Südafrika und Georgien statt. Zudem konnte ein Dozent aus den Niederlanden als Gastdozent gewonnen werden.
Internationale Dimension: Neben europäischen Destinationen wurden fünf langfristige Studienaufenthalte in Australien, Südkorea, Vietnam, Japan und Taiwan sowie drei Mobilitäten für Hochschulpersonal nach Südafrika, Georgien und China ermöglicht.
Green Travel
Nachhaltiges Reisen gewinnt zunehmend an Bedeutung. 42 Teilnehmende nutzten umweltfreundliche Verkehrsmittel wie Zug, Bus oder Fahrgemeinschaften. Zusätzliche Fördermittel und Reisetage steigern die Motivation, ebenso wie das wachsende Bewusstsein für Umweltschutz.
Inklusion
Das International Office informiert regelmässig über Mobilitätsmöglichkeiten und Top-Up-Beiträge für Studierende mit besonderen Bedürfnissen. Im Projektjahr wurden keine finanziellen Inklusionsbeiträge benötigt, jedoch individuelle Lösungen für Incoming-Studierende mit Prüfungsangst, Legasthenie oder Präsentationsangst umgesetzt – etwa verlängerte Prüfungszeiten oder Präsentationen im kleinen Rahmen.
Projektergebnisse
Das Projekt hat die strategische Weiterentwicklung der Universität Liechtenstein im Sinne der Erasmus+-Prioritäten massgeblich vorangetrieben. Nachhaltigkeit, Digitalisierung, Inklusion und internationale Öffnung wurden nicht nur in der Mobilitätsplanung berücksichtigt, sondern hochschulweit etabliert.
Die Digitalisierung der Prozesse steigert Effizienz und Transparenz. BIPs eröffnen neue Formen der internationalen Zusammenarbeit und bieten flexible Mobilitätsoptionen.
Die internationale Dimension stärkt die globale Sichtbarkeit der Universität und erweitert den Horizont der Teilnehmenden. Erasmus+ wirkt damit als Motor für institutionelle Entwicklung, interkulturelle Kompetenz und gesellschaftliche Teilhabe.
Organisation: Universität Liechtenstein
Dauer: 1. Juni 2023 bis 31. Juli 2025
Fördersumme: 261’282 €



Fotos: Mobilitätsteilnehmende des KA131-Projekts der Universität Liechtenstein


