Das Erasmus+-Projekt «BRIDGE: Building Reality through Inclusive Discovery» wurde im Februar 2026 von der Kubus Kulturvermittlung gemeinsam mit einer Partnerorganisation aus Slowenien erfolgreich abgeschlossen. Ziel des Projekts war es, Jugendliche im Alter von 12 bis 14 Jahren frühzeitig für Handwerksberufe und die berufliche Bildung zu interessieren. Mit kreativen und leicht zugänglichen Methoden lernten die Schülerinnen und Schüler die Vielfalt handwerklicher Berufe kennen. Damit wollte das Projekt einen Beitrag dazu leisten, dem Fachkräftemangel im Handwerk entgegenzuwirken und setzte bewusst auf die Prinzipien von Inklusion und Vielfalt. Die langjährige Motivation des Projektträgers und des Partners sowie ihre erfolgreiche Zusammenarbeit bildeten dafür eine starke Grundlage. 

Handwerk praktisch erleben 

Das Projekt zielte darauf ab, die Attraktivität der Berufsbildung durch praxisnahe und kunstbasierte Lernangebote zu steigern. In einem dreistufigen Programm sollten die Jugendlichen ihre Kreativität entfalten, den Wert handwerklicher Fähigkeiten entdecken und Handwerksberufe aus einer neuen Perspektive kennenlernen. Besonderes Augenmerk lag auf der Einbindung benachteiligter und sozial weniger integrierter Schülerinnen und Schüler. 

Neben praktischen Erfahrungen förderte das Projekt auch wichtige überfachliche Kompetenzen wie Kommunikation, Zusammenarbeit, gegenseitige Unterstützung und aktives Zuhören. Die Teilnehmenden erlebten Gemeinschaft und entwickelten ein stärkeres Bewusstsein für ihre eigenen Fähigkeiten und Talente. 

Ein dreistufiges Programm mit Praxisbezug 

Zu Beginn entwickelten die Projektpartner ein Konzept für einen dreitägigen, kunstbasierten Workshop mit klar definierten Übungen und Lernzielen für Schülerinnen und Schüler der Primarschule OŠ Fram. Anschliessend wurde das sogenannte «Bridge»-Programm umgesetzt. Dieses bestand aus einer Vorbereitungsphase mit 90 Schülerinnen und Schülern, einem dreitägigen Workshop mit 25 Teilnehmenden, auch unter Einbezug von Schülerinnen und Schülern mit geringerer sozialer Integration oder Lernschwierigkeiten sowie einer anschliessenden Vertiefungsphase.  

Ergänzt wurde das Programm durch eine umfassende Evaluation. Lehrpersonen und Schülerinnen und Schüler bewerteten die Inhalte, den Ablauf und die praktischen Übungen. Zudem wurden Selbsteinschätzungen durchgeführt und eine SEPO-Analyse erstellt. Dabei handelt es sich um eine Methode zur strukturierten Reflexion von Erfolgen, Misserfolgen, Entwicklungsmöglichkeiten und Hindernissen. Interviews mit der Schulleitung, Lehrpersonen und der Berufsberatung lieferten zusätzliche Erkenntnisse über die Bedürfnisse der Zielgruppe. 

Nachhaltige Ergebnisse für Schule und Berufsorientierung 

Das Projekt brachte zahlreiche konkrete Ergebnisse hervor. Dazu gehören das Gesamtkonzept des Programms, das Workshop-Konzept sowie Präsentationsunterlagen zu mehr als 60 Handwerksberufen. Darüber hinaus entstanden Konzepte für die Vor- und Nachbereitungsphase sowie das Projektvideo «When Ideas Take Shape», das die kreative Arbeit der Schülerinnen und Schüler dokumentiert. 

Die Evaluationsergebnisse wurden in einer übersichtlichen Dokumentation zusammengefasst und liefern wertvolle Erkenntnisse für zukünftige Projekte. Ergänzend partizipierte das Projekt in der Ausstellung «HandFest – the Meaning of the Human Hand» im Küefer-Martis-Huus in Ruggell, die die Bedeutung handwerklicher Fähigkeiten und kreativer Arbeit sichtbar machte. Damit leistet das Projekt einen wichtigen Beitrag zur Berufsorientierung junger Menschen und zur Stärkung der beruflichen Bildung im Handwerksbereich. 

Organisation: Kubus Kulturvermittlung 
Projektpartner: Osnovna šola Fram (Slowenien) 
Dauer: 31. Mai 2025 bis 28. Februar 2026 
Fördersumme: 60’000 €